Irgendwann kommt man als Manager zwangsläufig an diesen Punkt: Die Organisation ist reif für den Schritt in die nächste Evolutionsstufe. Aber wie genau geht das?

Es ist eines unserer Kernthemen bei rosa & leo, Unternehmen und Agenturen in die nächste Evolutionsstufe zu führen und dabei nicht nur ökonomische oder technologische, sondern auch explizit kulturelle Faktoren zu beleuchten, die im Kontext dieser Transformation eine Rolle spielen.

Für die Unternehmen selbst kann das eine große Herausforderung sein: Frühere Strategien, die bislang funktioniert haben, scheinen mit einem Mal in die Jahre gekommen zu sein, nicht mehr zu greifen und nicht länger stimmig zu sein. Es sind Mitarbeiter und neue Kunden dazugekommen, Entwicklungsbereiche wurden neu eingeführt oder wurden ausgebaut, sprich die Rahmenbedingungen haben sich verändert.

"Ein Manager könnte sich nun zurücklehnen und versuchen, den Status auch in Zukunft zu halten"

Ein Manager könnte sich nun zurücklehnen und versuchen, den Status auch in Zukunft zu halten. In einigen Situationen ist es denkbar kompliziert, die richtige Zukunftsstrategie zu finden. Dann können Manager nicht ohne Weiteres entscheiden, welcher Weg der beste oder vielleicht sogar einfachste wäre, um die Hürde der nächsten Evolutionsstufe zu nehmen. Nicht nur, weil sie tief im Tagesgeschäft stecken und mit etablierten Verhaltensweisen und Prozessen agieren, die sich früher bewährt haben; sondern auch, weil manchmal gar keine Vorstellung davon besteht, wie das Geschäft überhaupt anders laufen könnte.

New Work, New Mindset

In manchen Organisationen ist der nächste transformative Schritt notwendig, weil das Geschäft sich nicht entwickelt wie gewünscht. Womöglich ist das Wachstum nicht befriedigend, die Zahlen stagnieren, die Suche nach geeigneten Mitarbeitern ist chronisch erfolglos oder die Kunden wenden sich ab. Herausforderungen wie diese sind vergleichsweise gut beherrschbar, weil offenkundig ist, wo die Zirkelspitze angesetzt werden muss. Wie immer steht und fällt der Prozess aber mit der Bereitschaft, dass Chancen gesehen und Probleme beim Namen genannt werden.

Allzu oft sind es allerdings die nicht ganz offensichtlichen Themen, mit denen es hakt. Womöglich hat eine Organisation grundsätzlich den Anschluss verpasst und setzt Methoden ein, die mit dem veränderten Arbeitsmarkt und der Arbeitskultur nicht harmonieren. Um es drastisch, aber realitätsnah auszudrücken: Nicht wenige Führungskräfte lehnen das Mindset der hochmodernen Umwelt ab und tragen später (mitunter schwer) an den Konsequenzen. In diesem Fall bildet eine Analyse der ganzen Organisation den Ausgangspunkt unserer Arbeit.

Doch auch, wenn sich Probleme erst in der Ferne abzeichnen und noch nicht zu einer akuten Belastung geworden sind, ergibt dieser Schritt Sinn. Schließlich kann eine Neuordnung am erfolgreichsten etabliert werden, wenn die Situation sich für das Geschäft noch nicht dramatisch entwickelt hat.

Der Mensch als Maß der Arbeitswelt

Wenn von Neuerungen und Maßnahmen für den Wandel die Rede ist, dann muss es sich dabei übrigens nicht um monumentale Umwälzungen handeln. Im Gegenteil – es wäre gar nicht sinnvoll, eine traditionelle Hierarchie in Rekordzeit zu einer holographischen Struktur zu verändern. Wandel braucht Zeit, und wo es um Individuen geht, kann es erst recht keine Lösungen mit der Brechstange geben.

"Wenn von Neuerungen und Maßnahmen für den Wandel die Rede ist, dann muss es sich dabei nicht um monumentale Umwälzungen handeln"

Muss eine Organisation überhaupt in eine andere Organisationsform überführt werden? Eine spannende Frage, die im Einzelfall überraschende Antworten zutage fördern kann. Es ist nämlich durchaus legitim, verschiedene Bereiche mit verschiedenen Organisationsformen zu führen – Hauptsache, sie passen zur entsprechenden Abteilung, den Geschäftsanforderungen und zu den Mitarbeitern.

Wenn sich ein Manager fragt, wie er seine Organisation auf die nächste Stufe heben kann, bleibt für ihn der Blick auf die Mitarbeiterstruktur nicht aus. Schaut er auf die einzelnen Individuen, wird ihm klar, dass längst nicht jeder zur Führungskraft befördert werden oder auch nur in die nächste Führungsebene aufsteigen will. Dazu kommt, dass Mitarbeiter, die von extern für diese Positionen eingestellt werden, Zündstoff für den Teamspirit der bestehenden Mannschaft sein können.

Sind Ihre »Räume« bereit für die Transformation?

Im Rahmen unserer Unterstützung für die Transformation von Organisationen haben »Räume« für uns eine besondere Bedeutung. Und zwar Räume nach außen und nach innen  – physische Räumlichkeiten genauso wie das Mindset, das den Arbeitsalltag in der Organisation bestimmt. Die äußeren Räume werden nach unseren Erfahrungen aktuell nur selten modernsten Maßstäben gerecht. Damit meinen wir nicht todschicke Büroflächen, auch wenn vielen Unternehmen eine Modernisierung ihrer Ausstattung gut tun würde. Viel wichtiger ist es jedoch, dass die Bürostruktur zu den Anforderungen der Mitarbeiter passt. Der Maßstab für die Qualität von Räumen definiert sich heute durch die individuellen Bedürfnisse der Menschen, nicht durch die der Arbeitgeber. Daraus folgt, dass für verschiedene Menschen auch verschiedene Büroumfelder zur Verfügung stehen sollten.

In einem solchen, sogenannten Multi-Space-Konzept, das unter anderem durch die Ergebnisse einer Studie von Fraunhofer IAO gestützt wird, werden offene Flächen, Teamarbeitsplätze und Rückzugsmöglichkeiten vereint. Wenn wir für unsere Kunden Räume konzipieren, achten wir darüber hinaus auf die vorherrschende Lautstärke, auf Komfort für Gruppen und Einzelne.

Aufs Außen und Innen kommt es an

Das Multi-Space-Konzept hat neben vielen anderen Vorteilen auch eine gesundheitliche Dimension: Wechselt ein Mitarbeiter zwischen den angebotenen Räumlichkeiten, arbeitet er automatisch ergonomischer. Früher hätte man das Office mit höhenverstellbaren Tischen und anpassungsfähigen Stühlen ausstatten müssen, damit acht Stunden am selben Platz nicht den Rücken gefährden. Wie heißt es derzeit immer öfter? Sitzen ist das neue Rauchen! Ein Grund mehr, Mitarbeitern den Wechsel zwischen Arbeitsplätzen anzubieten, individuell angepasst auf die Art des Unternehmens, seine Größe und seine Schwerpunkte.

So sehr wir die äußeren Räume beachten müssen, wir konzentrieren uns mindestens so stark auf die »inneren Räume«. Im Rahmen der Digitalen Transformation – und wann immer es um neue Technologien geht – müssen Prozesse optimiert werden. Aber es ist und bleibt der Mensch, der dabei die Hauptrolle spielt. Dieser Faktor wurde allzu oft vernachlässigt. Allmählich rückt das Individuum derzeit in den Mittelpunkt des Geschehens, und das ist auch gut so.

"Ein Unternehmen in die nächste Evolutionsstufe zu befördern heißt, sich vorrangig auf drei Hauptfaktoren zu konzentrieren: ökonomische, technologische und – vor allem – kulturelle Faktoren"

Für uns bedeutet Kulturveränderung, dass Räume nach innen betrachtet werden müssen. Deshalb finden wir heraus, welches Mindset es braucht, um Mitarbeiter mit ihren ganz eigenen Skills und Bedürfnissen zu unterstützen, damit sie in ihrem Arbeitsumfeld zufrieden und produktiv sein können. Nur wenn diese weichen Faktoren nicht untergehen, werden Mitarbeiter langfristig, effizient und loyal für das Unternehmen arbeiten. Mit dieser Qualität entscheidet sich der Erfolg im Wettbewerb der Zukunft.

Was heißt es also, ein Unternehmen in die nächste Evolutionsstufe zu befördern? Es heißt, sich vorrangig auf drei Hauptfaktoren zu konzentrieren: ökonomische, technologische und – vor allem – kulturelle Faktoren. Auf diesem Fundament basiert unser Erfolgsrezept, mit dem wir Firmen nach vorne bringen, effizienter machen, Mitarbeiterzufriedenheit steigern und die nächste Stufe des Unternehmenserfolgs zünden.

Lust auf Austausch und Tatendrang? Es wird Zeit, dass wir uns kennenlernen. Wir freuen uns auf Sie.

Über den Author

Susanne Busshart

Sie ist ein erklärtes enfant terrible, New-Work-Evangelistin, Speaker, Expertin für Digitale Transformation und Future Workplaces. In ihren Schwerpunktthemen berät sie Unternehmen zur digitalen Transformation, aktuell mit Schwerpunkt auf New Work und Cultural Change. Unternehmen unterstützt sie bei der Strategieentwicklung und Konzeption neuer digitaler Geschäftsmodelle und führt Firmen in die nächste Evolutionsstufe.

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  • Timo Schäfer
  • Director Business Development
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