Ganz klar ist, dass Mitarbeiter heute mehr Freiheit benötigen denn je: und zwar inhaltlich, zeitlich und räumlich. Damit Unternehmen mehr Freiheit bieten können, brauchen sie aber die richtigen Räume – nach außen und nach innen.

NamePetra Diederich*PositionLeitung »Projekt: Arbeitsplatz der Zukunft«Bereich Facility Management, Human Resources

Petra Diederich hat durch ihre Erfahrungen mit der neuen Arbeitswelt bereits gelernt, dass mit »Räumen nach außen« sämtliche physischen Räume gemeint sind, in denen Arbeit verrichtet wird. Diese Räume sind wichtig, weil sich Mitarbeiter dort wohlfühlen müssen. Hier hat sich in den vergangenen Jahren viel verändert, mitunter wurden in vielen Unternehmen schon komplette Bürostrukturen völlig neu arrangiert. Während man den Blick vor einigen Jahren jedoch noch in Richtung Silicon Valley richtete – und unbedingt so arbeiten wollte wie Google und Facebook –, schaut man heute eher nach Asien.

Kommunikation wird immer wichtiger

Ein zentraler Punkt für die Arbeit der Gegenwart ist zudem die Kommunikation. Sie erhält einen immer höheren Stellenwert, und in vielen Berufen macht sie schon bis zu 60 Prozent des Arbeitsalltags aus. Also sollte auch Kommunikation am Arbeitsplatz ihren »Raum« bekommen. Gemeint sind Flächen, die Kommunikation wirklich zulassen und sie sogar fördern. Das können etwa Lounges, Cafés, Meetingpoints und attraktive Essbereiche sein. In diesen Zonen wird Socialising unterstützt, und das wirkt sich nicht nur positiv auf den Einzelnen aus, sondern auf das ganze Unternehmen.

Flexibles Arbeiten für flexible Anforderungen

Für sämtliche Räume gilt, dass schon in ihrer Planung berücksichtigt werden muss, welche Art der Kommunikation darin stattfinden soll – und in welcher Intensität. Gut möglich, dass ein Raum zum Beispiel schallisoliert geplant werden sollte. Ob offene Arbeitsflächen, Teamräume oder das Angebot zum individuellen Rückzug: Die Hauptsache für die Gestaltung von Räumen ist es, dass Mitarbeiter darin so flexibel arbeiten können, wie sie es sich wünschen und brauchen. Die Rede ist von kuratierten Räumen, konzipiert für die Anforderungen von Individuen, Teams und des gesamten Unternehmens. Im Umkehrschluss heißt das, dass ein Büro immer wieder neu gedacht werden muss. In diesem Kontext sei das Multi-Space-Konzept erwähnt, das aktuell immer mehr an Bedeutung gewinnt. Eine aktuelle Studie von Fraunhofer IAO hat hierzu bereits spannende Ergebnisse ans Licht gebracht.

Future Workplace und Nomadentum

Wenn Petra Diederich von »Future Workplace« spricht, ist jedoch nicht immer von firmeneigenen Räumlichkeiten die Rede. Zwar ist dieses Setting derzeit noch sehr verbreitet, doch die Stimmen häufen sich, die dafür plädieren, Büros ganz abzuschaffen.

Petra Diederich kennt die Möglichkeiten und Modelle, mit denen sich heute arbeiten lässt: Dazu gehören zum Beispiel die Digitalnomaden, die an unterschiedlichsten Flecken der Welt tätig sind. Die Perspektive zu wechseln und dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen, wird für Selbständige und Freiberufler immer reizvoller. Wieso auch nicht, schließlich macht die Digitalisierung es möglich, ortsunabhängig zu sein.

Die Mischung macht’s

Daneben gibt es Menschen, die am liebsten im Home-Office arbeiten. Auch hier zeigen Studien, dass die Mischung zwischen festem Arbeitsplatz im Unternehmen und Arbeit von Zuhause sehr effizient sein kann. Darüber hinaus ist die große Strömung der Coworking-Spaces zu erwähnen, die verschiedene Arbeitsmodelle ausbalanciert. Anfangs eher von Freelancern genutzt, die soziale Kontakte und Austausch in den eigenen vier Wänden vermissten, haben sich Coworking-Spaces auch zu einer Art Fluchtpunkt für Arbeitnehmer entwickelt, die dann und wann dem Arbeitsalltag entkommen und die Perspektive wechseln wollen. Inzwischen mieten immer mehr Firmen Plätze in Coworking-Spaces an, um ihren Mitarbeitern einen flexiblen äußeren Raum anbieten zu können

Auch das Mindset und die Motivation spielen eine Rolle

Die »Räume nach innen« hingegen betreffen weniger den physischen Raum, sondern im Wesentlichen das Mindset arbeitender Menschen. Gemeint sind die innere Haltung und das Wohlbefinden bei der Arbeit. Schaut man sich die Definition von »New Work« von Professor Frithjof Bergmann an, stößt man unter anderem auf die Aussage, die neue Arbeitswelt umfasse »das, was die Mitarbeiter wirklich wollen«. Die Frage nach echter intrinsischer Motivation spielt hier folglich eine starke Rolle. Und das wiederum steht in engem Zusammenhang damit, ob der Arbeitsplatz Menschen ermöglicht, ihre Work-Life-Balance zu leben und sich entsprechend ihrer Wünsche, Werte und Neigungen zu entwickeln und zu verwirklichen.

Achtsamkeit und Wohlbefinden immer wichtiger

An diesem Punkt darf auch das Stichwort »Achtsamkeit« nicht zu kurz kommen, das in Deutschland bedauerlicherweise noch nicht so populär ist wie in einigen anderen Ländern. Noch könnte es eine Weile dauern, bis ein Mitarbeiter seine Bedürfnisse tatsächlich erkennt – und sich dann auch noch traut, sogenannte Nap-Rooms auch wirklich für einen Mittagsschlaf zu nutzen oder seine Arbeit ins Homeoffice zu verlegen. Zu präsent ist es in vielen Köpfen noch, für den Arbeitgeber »funktionieren« zu müssen, statt selbst Ansprüche zu stellen, die das Wohlbefinden vergrößern würden. Demgegenüber steht die vor allem unter Führungskräften traditioneller Betriebe verbreitete Befürchtung, Mitarbeiter arbeiteten chronisch zu wenig. Dabei ist diese Annahme schon lange nicht mehr zeitgemäß und passt in die ergebnisorientierte Gegenwart schlicht nicht mehr hinein.

Selbstbestimmt und selbstorganisiert

Umso beliebter werden derzeit Buzzwords wie »selbstbestimmtes Arbeiten« und »selbstorganisiertes Arbeiten«. Wohin Petra Diederich auch blickt, die Individualisierung nimmt zu. Und ist es nicht logisch? Schließlich ist jeder Mensch anders. Der eine möchte feste Regeln und angeleitet werden, der andere arbeitet am liebsten frei und selbstbestimmt. Alle Mitarbeiter in dieselbe Schublade zu kategorisieren, hilft Unternehmen bei den Anforderungen der Gegenwart nicht weiter.

Führung ändert sich

Der einzelne Mensch steht also im Zentrum, doch darüber hinaus geht es natürlich auch um Teams und wie sie in den schnelllebigen, veränderten Rahmenbedingungen der Digitalisierung agieren. Und auch die Rolle von Führungskräften hat sich bereits rapide geändert und ändert sich weiterhin. Sie müssen nun einerseits Vorbilder sein, aber auch ihre Aufgaben ändern sich: heraus aus der Rolle des Delegierens, rein in die Rolle des Coachens und Vorlebens. Gegenwärtig arbeiten fünf verschiedene Generationen in Unternehmen, da ist ein althergebrachtes »Fürstentum«, das den Wandel der Arbeitswelt ignoriert oder gar verhindert, fehl am Platz.

Hierarchieabbau und Geschwindigkeit

Der Markt wird im Durchschnitt immer volatiler, daher geht es für Menschen wie Petra Diederich neben Individuen und Teams auch um die Organisation bzw. das Unternehmen und wie es sich in puncto Geschwindigkeit und Struktur an die neuen Arbeitsbedingungen anpassen kann. Die Entwicklung in Richtung Hierarchielosigkeit mag wegweisend sein, ist aber auch mit Vorsicht zu genießen. Hierarchieabbau ist richtig, passt aber nicht in jede Organisation. Und, wie für jede Veränderung, gilt auch für diese: Sie braucht Zeit.

Lösungspakete (Auszug, beispielhaft):

  • Cultural Mapping (Wie soll Ihre/Deine Orga in der Zukunft aussehen? Welche Formen oder Anpassungen machen Sinn? Wie wirkt sich dies auf Bedarfe zu Räumen aus?)
  • Konzepte & Strategie zu physischen Räumen (inklusive der optimalen Finanzmodelle und Partnerwahl)
  • Kommunikationsgestaltung zum Change Prozess und Kulturwandel

Ihre Vorteile:

  • State-of-the-art Rooms
  • Kuratierte Räume
  • Innovative Angebote
  • Namhafte Partner

* Anmerkung: Der Name der Protagonistin ist fiktiv – die Herausforderungen ihres Fachbereiches sind es jedoch nicht!

Lust auf Austausch und Tatendrang? Es wird Zeit, dass wir uns kennenlernen. Wir freuen uns auf Sie.

Workwithus.

  • Timo Schäfer
  • Director Business Development
  • +49 173 842 1201

Privacy Preference Center