Was hat Content Marketing mit interner Unternehmenskommunikation zu tun?

Die Frage ist schnell beantwortet: mehr denn je. Denn transparente und gut funktionierende interne Kommunikation ist Content Marketing at its best. Warum das so ist, erfahren Sie hier.

In Zeiten bedeutender Change Prozesse wie der Digitalen Transformation sind erfolgreiche interne Kommunikation sowie Wissenstransfer der Schlüssel zum Erfolg. Mit Transparenz, Kommunikation, Enabling und Kollaboration lässt sich eine Unternehmenskultur fördern, die den Wandel lebt und mitträgt. Ganz nach dem Motto »Tue Gutes und rede darüber«.

Der Wandel gelingt nur mit den Menschen an Bord

Der digitale Wandel gelingt oder misslingt, je nachdem ob die beteiligten Individuen wirklich davon überzeugt sind oder nicht; ob sie die Notwendigkeit zum Handeln verstehen oder von Zweifeln gehemmt sind, ob sie den Wandel gerne mitgestalten oder blockieren, ob sie einschätzen können, warum Dinge sich ändern sollten oder sich nicht von Strukturen vergangener Zeiten lösen. So viel ist sicher: Veränderung kann nur gelingen, wenn die beteiligten Menschen buchstäblich mitgenommen werden. Denn eine Organisation wird sich nicht verändern, wenn ihre Menschen es nicht tun.

"Veränderung kann nur gelingen, wenn die beteiligten Menschen buchstäblich mitgenommen werden."

Die emotionale Ebene der Kommunikation ist der Schlüsselfaktor

Jeder Mitarbeiter hat eine individuelle Motivation, weshalb er für ein Unternehmen arbeitet. Manche streben eine höhere Position bzw. Laufbahn an, andere möchten sich spezialisieren und wieder andere sind zufrieden mit einem »Nine-to-five-Job«, an den sie nach Feierabend nicht mehr denken.
Unabhängig davon steht und fällt der Erfolg von Unternehmen künftig auch damit, ob sie die Notwendigkeit zum Wandel in der internen Kommunikation erkennen. So sollte Kommunikation mit Mitarbeitern nicht länger auf rein rationaler Ebene stattfinden, sondern gleichwertig auch auf emotionaler Ebene. Erst wenn Unternehmen Kopf und Herz ihrer Mitarbeiter erreichen, steigen Vertrauen und Kooperationsbereitschaft signifikant.

Employee Journey und Personas

Seit Jahren definiert man für Kunden Customer Journeys und Buyer Personas, um potenzielle Käufer explizit mit relevantem Content anzusprechen – dieses Prinzip lässt sich auch für Mitarbeiter anwenden: Hier lassen sich entsprechend Employee Journeys und Personas kreieren, um auf individuelle Bedürfnisse einzugehen und Mitarbeiter personalisiert anzusprechen.

»Internes« Storytelling

Die Macht von Storytelling sollte auch im Bezug auf die interne Kommunikation nicht unterschätzt werden. Internes Storytelling heißt internes Vermarkten der eigenen Marke und Story an die eigenen Mitarbeiter.

Wenn sich Mitarbeiter mit der eigenen Marke identifizieren können, das große Ziel verstehen und daran glauben, wirkt sich das durchweg positiv auf den Unternehmenserfolg und die Unternehmensziele aus. Ohne eine schlüssige, authentische Story und eine damit verbundene Content-Marketing-Strategie leidet hingegen die Identifikation mit dem Arbeitgeber.

"Internes Storytelling heißt internes Vermarkten der eigenen Marke und Story an die eigenen Mitarbeiter."

Mitarbeiter werden zu Influencern

Führt man den Ansatz weiter, sollte jeder Unternehmensbereich und jedes Projekt im Unternehmen ein Kapitel der eigenen Story ausfüllen, und die Geschichte sollte gehört werden. Idealerweise sollte jedes Team das Gefühl haben, eine aktive Rolle in dieser Story einzunehmen und die Message zu teilen. So wird der Mitarbeiter zum Influencer – nach innen und außen.

Die Realität sieht aktuell in vielen Unternehmen noch anders aus. Die meisten Mitarbeiter interessieren sich nicht für die größeren Ziele des eigenen Unternehmens. Wenn ihnen eine kleinere Rolle im Unternehmen zugeteilt ist und sie beispielsweise unter einem Mid Level Manager arbeiten, sind sie meist darauf bedacht, ihre spezifische Aufgabe gut zu erfüllen und ihren Vorgesetzten glücklich zu machen. Der Blick über den Tellerrand ist nicht an der Tagesordnung. Dabei sind gerade diese Menschen so wichtig für das Erreichen der Unternehmensziele und sollten deshalb auf die Reise mitgenommen werden.

"Jeder Unternehmensbereich und jedes Projekt im Unternehmen sollte ein Kapitel der eigenen Story ausfüllen."

Fazit

Das wichtigste Gut und zugleich ein bedeutender Engpass der Zukunft wird für die meisten Unternehmen nicht der Kunde sein, sondern die Akquise qualifizierte Mitarbeiter und deren Bindung. Genau deshalb sollten künftig sämtliche Marketing-Anstrengungen mindestens so stark nach innen gerichtet werden, wie es nach außen in Richtung Kunde der Fall ist.

Über den Author

Timo Schäfer

Director Business Development bei rosa & leo, ist Spezialist für Digitalstrategie und Digital Marketing mit den Schwerpunkten Omnichannel Marketing, Digital Customer und Employer Journey, Social Media und Search.

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